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Keyword: 2020

Endlich wissen wir, wie es mit

The Division 2 weitergeht – Roadmap 2020

The Division 2 hat die Inhalte des nächsten großen Title Update 11 vorgestellt und erklärt, wie es bis Ende 2020 mit dem Spiel weitergeht. Das erwartet euch noch dieses Jahr.

Darauf haben viele gewartet: Lange Zeit tappten die Spieler im Dunklen, wenn es darum geht, was The Division 2 noch alles in absehbarer Zukunft vorhat. Dann veröffentlichte man zwar eine Roadmap – für viele war es aber die falsche, da sie nur Infos zu den Inhalten anstehender Entwickler-Streams zeigte. Nun gab es endlich eine richtige. Und diese zeigt, wie es mit Massives Shooter bis zum Ende des Jahres 2020 weiter geht.

Das erwartet euch noch 2020: Auf folgende Inhalte könnt ihr euch in den nächsten Wochen und Monaten noch freuen:

  • Title Update 11 inklusive The Summit
  • Season 3
  • Title Update 12 mit einem mysteriösen Special Event
  • Season 4

Das alles steckt in Title Update 11 (TU11)

Wann kommt Title Update 11? TU11 wird am 22. September 2020 auf allen Plattformen veröffentlicht.

Das umfasst TU11: Mit Title Update 11 werden wieder größere Features eingeführt und Änderungen am Spiel vorgenommen. Das sind die wichtigsten davon:

  • The Summit: Ein wiederspielbarer PvE-Modus in einem 100-Stöckigen Wolkenkratzer im Stil von Underground aus Teil 1. Kostenlos für alle „Warlords of New York“-Besitzer. Startet ebenfalls direkt am 22.09.
  • Transmog-System mit Appearance Mods: Diese neue Mechanik bringt mehr Individualisierungsfreiheiten für eure Agenten – und zwar über die normale Farbe und Einfärbung hinaus.
  • Neue Waffen und Ausrüstung: Darunter auch neue Gear-Sets wie das Hunter’s Fury sowie 3 neue Exotics.
  • Agnostic Mods: Ein System, mit dem Gear-Mod-Slots für Mods aller Farben freigegeben werden. Das heißt, alle Ausrüstungsteile mit Mod-Slots werden so verändert, dass sie jeden beliebigen Ausrüstungsmod-Typ akzeptieren.
  • Loot-Verbesserungen: Unter anderem für das sogenannte Rainbow-Loot-Problem, wobei nun das erste Attribut eine prozentuale Chance haben wird, dieselbe Farbe wie das Kernattribut zu erhalten.
  • Balance-Verbesserungen
  • Bug-Fixes

Das wissen wir zur Season 3

Wann startet die Season 3? Die Season 3 wird zeitlich mit dem Title Update 11 an den Start gehen, also am 22. September, und wieder circa 3 Monate lang andauern.

Was steckt drin? Es wird einen neuen Season Pass geben, bei dem der Zugang zum Premium-Belohungszweig 10€ kostet. Wie gewohnt kommen auch neue saisonale Aktivitäten und Events. Die Story sowie die saisonale Fahndung wird sich um den Anführer der dubiosen Söldner-Organisation Black Tusk, Bardon Schaeffer, und seine vier Gefolgsleute drehen. Dabei gibt es neue Ausrüstung und Belohnungen zu verdienen.

Ausblick auf Title Update 12 (TU12)

Wann kommt TU12? Auch auf Title Update 12 hat Massive bereits einen ersten kurzen Blick gewährt. Hier gab es zwar kein konkretes Datum, doch dieses große Update soll noch im Dezember 2020 erscheinen.

Was steckt drin? Viel ist bislang nicht bekannt. Bisher sind nur die Punkte Cross-Gen-Kompatibilität auf Konsolen sowie ein mysteriöses Event namens Codename: Albtraum (Codename: Nightmare) für TU12 aufgeführt.

  • Cross-Gen: Wie die Entwickler jüngst verrieten, wird The Division 2 dank Abwärtskompatibilität auch auf den Next-Gen-Konsolen PS5, Xbox Series S und Xbox Series X spielbar sein. Zudem wird man generationsübergreifend spielen können – also beispielsweise PS4 mit PS5.

  • Special Event: Über das mysteriöse Event ist im Prinzip noch gar nichts bekannt, außer, dass es diesen Winter kommen und im bereits verfügbaren Kenly College spielen soll. Codename: Albtraum soll dabei zeitlich begrenzt laufen. Weitere Infos sollen jedoch bald folgen.

Das wissen wir schon zur Season 4

Wann startet die Season 4? Season 4 wird zeitgleich mit TU12 erscheinen, also auch im Dezember 2020. Auch diese Season soll dann circa 3 Monate lang das Spiel regelmäßig mit frischen Inhalten versorgen.

Was steckt drin? Hier dürfte die Story wieder richtig spannend werden. Denn Faye Lau, ein ehemaliger Commander der Division, die am Ende der Warlords-Erweiterung jedoch unerwartet abtrünnig wurde und spurlos verschwand, kehrt dort offenbar zurück.

Die Season selbst wird dabei dem bisher bekannten Muster folgen. Es wird einen neuen Season Pass mit frischen Belohnungen, eine neue saisonale Manhunt sowie allerlei saisonale Aktivitäten und Events geben.

Was haltet ihr bisher von dem Fahrplan und den angekündigten Inhalten? Freut ihr euch darauf? Ist das zu wenig oder zu viel desgleichen? Oder lässt euch das alles komplett kalt? Übrigens, wie der neue Summit-Modus bislang ankommt, erfahrt ihr hier: Neuer Summit-Modus soll The Division 2 wiederbeleben – Kommt ihr dafür zurück?

Quellen.: mein-mmo.de \ Ubisoft


Mr.I3ull3t   12. September 2020    22:53    Allgemein    0    233
The Division 2, Roadmap, 2020, Update



Geschlecht in der Gaming-Community

Macht das Geschlecht einen Unterschied?

Ende August ist die Gamescom 2020 zu Ende gegangen. Zum ersten Mal war das Publikum nicht live in Köln dabei, sondern zuhause vor dem heimischen PC.  Inzwischen gehören zu den Gamer*innen etwa 44 Prozent Frauen. Ändert das etwas an dem seit der Gamergate-Bewegung diskutierten Sexismus in der Szene?

Eine explorative Studie von drei Studierenden der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg hat gezeigt: Für viele junge Menschen in der Gaming-Community spielt das Geschlecht ihrer Mitspieler*innen offenbar kaum eine Rolle. Es komme nur darauf an, wie freundlich diese seien und ob sie die benötigte Leistung erbrächten. Dennoch wird unbewusst immer noch von einem männlichen Mitspieler ausgegangen, solange sich das Gegenüber nicht zu erkennen gibt.

Genderbeben im Internet?

Im Rahmen einer Hausarbeit im Studiengang Technikjournalismus untersuchten Sascha Werner, Charleen Schaap und Stephanie Sander mit einer qualitativen Umfrage, ob es bei den Jugendlichen einen Unterschied macht, welches Geschlecht andere Mitspieler haben. Dabei wurden die Studierenden von dem Artikel „Genderbeben im Internet?“ von Angela Tillmann inspiriert. In dem Artikel wurden unter anderem die Erfahrungen der Medien-Kritikerin Anita Sarkeesian aufgegriffen, nachdem sie seit 2013 die Online Video Reihe „Tropes vs Women in Video Games“ veröffentlicht hat, in der sie auf stereotype Geschlechterbilder in Videospielen aufmerksam machte. Die Folge: Sie sah sich „Hasstiraden sowie Todes- und Vergewaltigungsdrohungen“ (Tillman 2017; 20) ausgesetzt.

In ihrer Studie fragten Werner, Schaap und Sander die aus der eigenen Gaming-Community gewonnenen Proband*innen, ob sie Präferenzen für das ein oder andere Geschlecht bei den Mitspieler*innen haben. Zudem wurde erkundet, ob den Befragten schon einmal Belästigungen oder Drohungen aufgrund des Geschlechts aufgefallen sind oder ob sie so etwas sogar selbst erlebt haben. Insgesamt wurden 18 Proband*innen im Alter von 16 bis 23 Jahren befragt. Es handelte sich nach eigenen Angaben der Studienteilnehmer*innen um 9 junge Frauen und 9 junge Männer.

Geschlecht der Mitspieler*innen offenbar zweitrangig

Die Befragten gaben in den Interviews an, dass es eher darauf ankomme, wie jemand spiele, zum Beispiel, ob in einem kooperativen Spiel auch wirklich kooperativ gespielt würde. Auf der anderen Seite äußerten Befragte die Vermutung, dass die Hemmschwelle einiger Menschen durch die Anonymität offenbar doch gesenkt sei und dadurch auch einmal härtere Worte benutzt würden. Das beträfe aber sowohl männliche als auch weibliche Spieler.

Allerdings wurde auch festgestellt, dass im Internet jeder erst einmal mit „er“ angesprochen werde. Kaum jemand mache sich wirklich Gedanken, welches Geschlecht die Person auf der anderen Seite des Internets habe. Manchmal spiele man mit seinem Gegenüber nur 15 Minuten und konzentriere sich in der Zeit auf das Spiel. In dieser Zeit erfahre man so gut wie nichts von seinem oder seiner Mitspieler*in. Nach Ansicht der Befragten fallen mögliche Angriffspunkte, wie Geschlecht oder Charakter, damit weg.

Diskriminierungen dennoch beobachtet

Dennoch wurde von den Probanden dieser Studie ab und zu beobachtet, dass Spielerinnen, die sich zu erkennen gaben, nach einer Verabredung gefragt oder beleidigt wurden. Dies wurde eher von den männlichen Probanden geschildert. Hauptsächlich ging es bei Beleidigungen um das Vorurteil, dass Frauen schlechtere „Gamer“ seien. Es kam jedoch offenbar nie zu Situationen, wie den von Anita Sarkeesian geschilderten.

Stereotype in Videospielen

Bei der Frage nach Stereotypen ging die Meinung auseinander. Ein Teil der Proband*innen, sowohl männliche als auch weibliche, sagte, Stereotypen seien wichtig, da der Rahmen der Handlung sonst zu komplex würde. Einer der Probanden erklärte, dass dies so bereits seit Ewigkeiten im Theater gehandhabt werde. Eins der bekanntesten Beispiele ist das der Prinzessin, die von einem Ritter in glänzender Rüstung gerettet werden muss.

Der andere Teil der Probanden, ebenfalls männliche und weibliche, tolerierte Stereotypen mit der Begründung, dass es so viele gäbe und sie an der Situation nichts ändern könnten. Es wurde dabei sowohl auf klassische Stereotypen, wie die der Prinzessin, wie auch auf den neueren Trend der umgekehrten Stereotypen eingegangen: nicht die Frau ist hübsch und schusselig, sondern der Mann.

Lara Croft als Frau mit Ängsten und Skrupeln

Die Befragten waren sich weitestgehend einig, dass Computerspiele sexistische und frauenfeindliche Ansichtsweisen nicht bekräftigen. Die Hauptargumente der männlichen und weiblichen Probanden waren, dass es sich die Firmen der Spielehersteller*innen gar nicht leisten könnten, frauenfeindliche Ansichten zu verbreiten. Dies würde zu einem Umsatzverlust führen. Die Community werde immer größer und übe immer mehr Druck auf die Hersteller aus. Früher hätte das bei diversen Spielen zugetroffen, die Spieleentwickler*innen entfernten sich aber immer weiter davon und versuchten weibliche Charaktere mehr Tiefe zu geben.

In der Tat wurden frühere Spielreihen, wie zum Beispiel Tomb Raider mit der Protagonistin Lara Croft inzwischen überarbeitet. So wurde aus der äußerst attraktiven, skrupellosen Draufgängerin eine normale Frau mit Ängsten, Skrupeln und Sorgen.

Auch männliche Charaktere in knapper Rüstung

Ein männlicher Proband gab allerdings an, dass Computerspiele immer noch mit Sexismus arbeiteten. Frauen würden in Videospielen oft leicht bekleidet dargestellt, die Rüstung sei so knapp entworfen, dass sie nicht mehr als Rüstung zu erkennen sei. Das träfe mittlerweile aber ebenfalls auf männliche Charaktere in Spielen zu.

Die Probanden für die Befragung wurden in Videospiel-Foren oder in Online-Games gefunden. Die Befragungen wurden mit den Kommunikationsprogrammen Teamspeak, Discord und WhatsApp durchgeführt.

/Stephanie Sander

Quellen:

Hausarbeit: Sascha Werner, Charleen Schaap und Stephanie Sander (2018): Jugendliche in der Gaming-Szene: Macht es bei den Jugendlichen einen Unterschied welches Geschlecht andere Mitspieler haben? – Eine qualitative Befragung zur Erhebung der impliziten und expliziten Einstellungen zum Thema Geschlecht, Frauenfeindlichkeit und Sexismus in der Gaming-Szene. Studiengang Technikjournalismus (B.Sc.) der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.